10 Jahre „Jazz we can“-Festival:

 

>>> Freitag, 18. Oktober 2019, 20.00 Uhr

Afrikanischer Abend: Yvonne Mwale Trio (Yebo)

Yvonne Mwale: Vocals
Tilmann Höhn: Guitar
Andreas Neubauer: Drums & Percusion

Yvonne Mwale, die junge Powerfrau aus dem Land der Viktoriafälle, mischt derzeit die Weltmusikszene gründlich auf. Begnadete Stimme, faszinierende Persönlichkeit und großartige Komponistin: Yvonne Mwale gelingt es die Herzen ihres Publikums im Sturm zu erobern und Menschen zu berühren.

Aufgewachsen im Territorium des Nsenga-Stammes in Sambia, später in Lusaka, verkörpert sie die Musik des afrikanischen Kontinents. Statt Pop und elektronischer Musik fließen in ihre Kompositionen die Rhythmen und Gesänge ihrer Heimat als Vorlage ein, die sie als Kind so oft hörte. Doch Yvonne Mwale geht noch einen Schritt weiter: Auf Ihrem neuesten Album “Msimbi Wakuda” erweitert sie ihr Repertoire mit Stilelementen des Jazz und Blues – Richtungen die sich jeweils aus den musikalischen Traditionen von aus Afrika verschleppten Sklaven entwickelten. Mit Erfolg: Diverse Preise im Bereich der Welt- und Jazzmusik bestätigten Yvonnes Talent auf eindrucksvolle Weise.

Schon ihre Biografie liest sich wie die Vorlage zu einem Hollywood-Film: In Ihrer frühen Jugend mangelt es ihr als Stieftochter eines ranghohen Politikers an nichts. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern muss sie sich jedoch als Straßenkind in der Hauptstadt durchschlagen. Dort entdeckt sie schon bald die Musik als ihre Berufung und wird wenige Jahre später als Beste Nachwuchskünstlerin bei den nationalen Musik-Awards ausgezeichnet und ist bereits ein Jahr später auf ihrer ersten Europa-Tournee.

Wer Yvonne Mwale auf der Bühne in ihrem Element erlebt, wird unweigerlich mitgerissen von der scheinbar unendlichen Energie, die sie versprüht. Unterstützt wird sie dabei von Tilmann Höhn (Guitar) und Andreas Neubauer (Drums & Percussion).

 

>>> Samstag, 19. Oktober 2019, 20.00 Uhr

Frank Haunschild’s Cool PaxX

Die Musik von CooL PaxX lässt sich am besten als „World Jazz“ bezeichnen. Die Stücke bestehen aus einer dichten Atmosphäre von ethnischen Klängen, sphärischem Gesang, groovender Perkussion, angenehmen Melodien und mitreissenden Improvisationen. Es gibt Einflüsse afrikanischer und brasilianischer Rhythmen, die sich auch im reichhaltigen Gebrauch von vielerlei Perkussionsinstrumenten niederschlägt. Dazu kommen akustische und elektrische Gitarren, Keyboards, Bass und Gesang und bilden eine reizvolle Mischung aus traditionellen und modernen Sounds. Der Zuhörer wird auf eine Reise durch die CooL PaxX-Kontinente mitgenommen und erlebt im Laufe eines Abends so vielfältige Musikstile wie Samba, Country-Rock, Balladen, Bossa Nova, Fusion, Rhythm & Blues, Jazz, indische Musik und afrikanische Rhythmen. „World Jazz“ mit eigener Prägung und individuellem Sound, der quicklebendig ist.

Frank Haunschild - guitar, bass, percussion & vocals
Fried Bauer - keyboards, bass, percussion
Philipp Klahn - drums

 

 

>>> Freitag, 15. November 2019, 20.00 Uhr

Andreas Dombert Trio

Foto: Bernd Freundorfer

Der Regensburger Andreas Dombert arbeitetein den vergangenen Jahren mit Weltstars wie Pat Martino, Larry Coryell, Philip Catherine, Ulf Wakenius oder Airto Moreira. Mit seiner Formation „Night of Jazz Guitars“ trat er bei hochkarätigen internationalen Festivals auf, als Kopf der Band „Dombert ́s Urban Jazz“ experimentierte er mit Elektronik-Einflüssen,feilte an seiner ganz eigenen Klangästhetikund erhielt 2014 den Kulturpreis der Oberpfalz. Jetzt, mit Mitte 30, legt der Gitarrist seine erste Trio-Platte vor, die so etwas wie das Kondensat seines bisherigen Schaffens ist.Das Album heißt schlicht „35“ und ist im Mai 2016 bei Yellowbird/ENJA erschienen. „Ich habe mich lange vor Aufnahmen in Trio-Besetzung gescheut, denn damit gibt man sein Innerstes preis“, sagt Andreas Dombert. „Doch jetzt war die Zeit reif dafür.“ Im Sommer 2015 ging er mit dem New Yorker Drummer Jochen Rückert und dem Münchner Bassisten Henning Sieverts ins Studio. Entstanden ist ein Album, das geprägt ist von einer warmen Melancholie und von Domberts untrüglichem Gespür für starke Melodien und breite Klangräume.2017 wurde er dafür in der Kategorie Gitarre national für den ECHO JAZZ nominiert.Andreas Dombert, geboren 1979 in Straubing,begann seine musikalische Ausbildung mit klassischem Klavier. Später studierte er Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bei Helmut Kagerer und Paulo Morello. Von 2002 bis 2004 war er Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Mit einem Studienaufenthalt in New York komplettierte er seine Ausbildung. Als Studiomusiker und Live-Gitarrist für verschiedene Pop-Acts(u.a. „Claudia Koreck“)bringt er es auf mehr als 500 Konzerte, Charterfolge und dutzende Fernsehauftritte. Er war Mitglied der Jazz-Metal-Combo „Panzerballett“ und spielte das Album „Starke Stücke“ mit ein, das bei ACT erschienen ist.Dombert zählt zu den innovativsten und spannendsten Musikern des süddeutschen Raums.

Andreas Dombert – Gitarre, Komposition
Henning Sieverts – Bass
Maximilian Breu – Schlagzeug

 

 

>>> Samstag, 30. November 2019, 20.00 Uhr

Duo Topolino

Virtuose Bluegrassmusik, dramatische Balkanklänge, einfühlsam gespielte Musettes und Eigenkompositionen

Foto: Manfred Schmidt

Zwei Künstler aus unterschiedlichen musikalischen Richtungen. Norbert Scholly an den diversen Gitarren, der eigentlich im Jazz zuhause ist und mit eigenen Produktionen und vielen Engagements als Sideman aus dieser Szene nicht mehr wegzudenken ist. Nina Leonoards, ausgebildet in klassischer Violine und bekannte Begleiterin von Reinhard Mey, Manfred Leuchter und Louis Sclavis.

Präsentiert wird eine musikalische Reise durch zahlreiche Länder der Welt. Da spielt der Südstaaten-Bluegrass ebenso eine Rolle wie der Gypsy-Swing aus den Balkan-Ländern und aus Frankreich. Manchmal mehr traditionell (Swiodeschka – gesungen auf Russisch, Angyalom – gesungen auf Ungarisch), dann wieder mehr am Jazzidiom (Round & Round, Sofia) ausgerichtet – immer sorgen die individuellen Arrangements für überraschende Momente. Und wenn die Kulturen dann vermischt werden, wird’s richtig spannend. Mit El Choclo wird sogar ein neuer Stil kreiert: Der „Bango“, eine Mixtur aus Balkanklängen und Tango. Und mit El Amor en el Cielo bekommt der Balkan etwas spanisches Temperament eingehaucht. Das Duo Topolino wurde 2007 gegründet. „Diese Kleinstbesetzung stellt eine große Herausforderung an die beteiligten Musiker dar, denn es ist eine völlig andere Art der Zusammenarbeit und der Kommunikation als in einer Band“, sagt Gitarrist Norbert Scholly zu diesem Projekt. An diesem Abend werden sie ihre kürzlich bei Westpark Music erschienene CD TORTA MISTA vorstellen.

Nina Leonards – Violine, Gesang (Hochschulstudium Maastricht, klass. Violine / längere Aufenthalte in Ungarn und Rumänien / div. Projekte u. a. mit Reinhard Mey, Manfred Leuchter, Nicolas Simion, Louis Sclavis)

Norbert Scholly – Gitarren (Solistenpreis d. European Jazz Competition / Git.-Dozent an der Mainzer Hochschule / div. Projekte u. a. WDR Big Band Produktionen)

 

 

>>> Samstag, 14. Dezember 2019, 20.00 Uhr

Palatia Jazz Duo: >>Discovering Beatles<< (Degen/Andelfinger)

Sebastian Degen und Tom Andelfinger

Die Beatles haben in ihrem vergleichsweise kurzen Bestehen ein Universum an Musik hinterlassen. Unzählige Male kopiert und nachgeahmt, bedienten sich so in der Vergangenheit schon viele Musiker der unterschiedlichsten Genres aus diesem reichen Fundus. Insbesondere Musiker aus dem Bereich Jazz und Improvisierte Musik schätzen die scheinbar nicht enden wollenden Möglichkeiten die eingängigen Melodien für die eigene Musik zu verwenden und weiterzuentwickeln. Die zeitlosen Songs der Vier aus Liverpool beeinflussten auch die musikalische Entwicklung von Sebastian Degen und Tom Andelfinger und inspirierten nun zu einer besonderen Entdeckungsreise. Die beiden sind in der Vergangenheit schon oftmals und in den verschiedensten Besetzungen aufeinandergetroffen und haben im Laufe der Zeit die Vorzüge der Duoformation kennen und schätzen gelernt. Sebastian Degen und Tom Andelfinger versuchen die vielen Facetten des Duospiels auszuschöpfen, genießen dabei vor allem die direkten und unmittelbaren Möglichkeiten der Umsetzung musikalischer Ideen. Bei allem Tun sind sie von der Vorstellung geleitet, Wege und Möglichkeiten der homogenen Verzahnung von Geschriebenem und Improvisiertem aufzuzeigen. Das bereits existente und in sich schlüssige Stück Musik wird im spontanen und kommunikativen Miteinander erweitert und ausgedeutet. In allem steckt ein wenig eigenes, ein wenig Tradition, ein wenig Blues ...

Das übernächste Konzert von „Jazz we can“:

 

>>> Freitag, 15. November 2019, 20.00 Uhr
Andreas Dombert Trio