Konzerte in Bad Marienberg

Konzertkalender

Freitag, 4. Mai 2018, 20:00 Uhr

Max Clouth Clan
europäischer Jazz mit „Indischen Gewürzen“

Max Clouth – Gitarre
Andrey Shabashev – Keys
Markus Wach – Bass
Martin Standke – Schlagzeug

Warum sollten wir uns in nur einer Welt bewegen, wenn wir in so vielen zu Hause sein können? Die Welt als Zu Hause. Die Welt in uns. In stetigem Fluss. „Kamaloka“ heißt das neue Album von Max Clouth und dem Clan, das im April erscheint. Es nimmt uns mit auf einen Roadtrip, gibt uns die Musik für einen gedanklichen Episodenfilm, gedreht auf der Strecke zwischen Deutschland und Indien. „Kamaloka“ ist ein Begriff aus dem Sanskrit und kommt aus der altindischen Kultur. Wörtlich übersetzt als „Ort der Begierde“ steht er dafür, sich dort vom Materiellen zu lösen.

Max Clouth ist wohl einer dieser Menschen, die immer alles weiterentwickeln möchten, die ihr Zu Hause in mehreren Welten haben und für die deshalb jede Reise ein Gewinn ist. Seine Neugier treibt ihn viel stärker an als die Erzählung des bereits Bestehenden, Erlebten. Das Alte verlassen, das Neue entdecken und begreifen, eigenen Einfluss nehmen und weiterreisen. Kein Stillstand. Keine Wiederholungen. Sogar die Instrumente entwickeln sich mit: zu neuen Instrument-Erfindungen. Mit seinem Clan hat er Menschen gefunden, die genau so denken. Der ständige Transfer zur Neuorientierung zieht uns in Klangwelten hinein, die von hier nach dort reichen. Aber wo ist hier? Frankfurt? Und wo ist dort? Mumbai? Indische Rockklänge auf Frankfurter Jazzbasis. Man kann es kaum in Worte fassen, zahlreiche Musikstile finden sich im Jazz des Max Clouth Clan wieder.

Wichtiger als einen Stil in Worte zu fassen ist doch, was die Musik mit uns macht: Die clan’schen Stücke lassen uns auf Reisen gehen. Es wechseln getaktete Szenen mit feinen Zwischentönen und lebendiger Farbgebung. Vorder- und Hintergründe tauschen ihre Positionen. Die Perspektiven verändern sich. Der große Sinn ergibt sich aus dem Zusammenhang. Die Fragen, die dieser Film aufwirft, können nur die eigenen sein. Die Antworten darauf liegen in unserer eigenen Flexibilität: Birgt die Veränderung nicht das größte Glück in sich?

Warum nur einen Stil verfolgen, wenn wir sie alle verfolgen können? Warum nicht alles einbringen, was wir haben und alles versuchen, was noch nicht da ist? Warum sollten wir uns in nur einer Welt bewegen, wenn wir in so vielen zuhause sein können? Die Welt als Zuhause. Die Welt in uns. In stetigem Fluss. Wir kommen auch beim neuen Album nicht darum herum in diesem Fluss immer wieder nach Indien gespült zu werden und uns auszumalen, wie das Leben dort wohl ist. Unsere Fragen fließen mit uns dorthin.

In seiner Vielfältigkeit gibt der Clan jedem Song einen Seelenanteil eines bekannten Musikstils und haucht ihm neues Leben ein. Und was bleibt? Das Bewusstsein: welch wilden Melodienfluss das Leben beschreibt – beim ersten Hören so fremdartig, doch nach einer Weile so vertraut – und jede Melodie ist einzigartig! Wenn wir als Zuhörer mit dem Clan im Fluss innehalten und verweilen, dann nur hier: in der Neugier auf das Neue, das durch uns fließen will. (Philomena Höltkemeier)

 

Samstag, 19. Mai 2018, 20.00 Uhr

SONiA (Bob Dylans Cousine)
begeistert mit amerikanischem Folk

Die amerikanische Singer-Songwriterin Sonia Rutstein strahlt von der Bühne mit lebensbejahender Energie und Liedern voller Leichtigkeit, Lebensfreude und Humanismus. Dass sie laut Ankündigung eine Cousine der Songwriter-Legende Bob Dylan ist entwickelt sich im Laufe ihres energiegeladenen Auftritts schnell von einer interessanten zu einer eher unwichtigen Hintergrundinformation. Sonia Rutstein steht ihrem Cousin musikalisch in nichts nach und ihre Stimme stellt den legendären Nuschler vollends in den Schatten. Sie ist eine versierte, vielseitige Gitarristin und Sängerin. Außerdem beherrscht sie die breite Palette des Akustikgitarrenspiels – vom zarten Zupfen folkiger Linien bis zum beherzten Schrubben rockiger Riffs. Ihre leicht angeraute, aber überraschend helle und mädchenhafte Stimme singt sich mühelos durch diverse Gefilde und zelebriert dabei stets die Melodie. Sonia Rutstein ist eine in Europa unter Insidern bekannte Vertreterin des politischen Folksongs. Mit funkelnden Augen und breitem Lächeln schaut sie unter ihrem fransigen Pony hervor. Dabei bietet die Künstlerin eine Performance voller überschäumender Freude und musikalischer Kraft. Es sind dynamische Songs, die oft mit Rockelementen versetzt eine tolle Stimmung verbreiten.

 

Samstag, 7. Juli 2018, 20.00 Uhr

B3
Jazzrock und Fusion

Andreas Hommelsheim (keys),
Ron Spielman (g),
Chris Krauss (b)
Lutz Halfter (dr)

Mit dem zweiten Album seiner Band „B3“ reist der erfahrene Berliner Keyboarder, Komponist und Musikproduzent Andreas Hommelsheim zurück in die 70er-Jahre, die Hochphase des Fusion – jenem Musikstil, der ihn als Teenager gepackt und seither nicht wieder losgelassen hat. „Memories In Melodies“ zeigt einmal mehr, was diesen Mix aus Jazz und Rock für Musiker und Hörer so verlockend macht: anspruchsvolle Arrangements, groovende Drums, funky Bass Lines, virtuose Gitarren, und – natürlich – die Tasten, die alles zusammenhalten. Im Fall von B3 sind es die Tasten der legendären Hammond B3, die Hommelsheim so leidenschaftlich bedient.

„Als seien der legendäre Joe Zawinul und seine Band Weather Report wieder zum Leben erwacht“, attestierte die Berliner Morgenpost bereits dem Vorgängeralbum „Back To My Roots“. „Hervorragend produziert“, hieß es in der Bluesnews. Verstanden sich B3 zu diesem Zeitpunkt noch als Trio mit wechselnden Gastmusikern, präsentieren sich Hommelsheim, Christian Krauss (Bass) und Lutz Halfter (Schlagzeug) nun zusammen mit Sänger und Gitarrist Ron Spielman als Quartett. Ganz bewusst wurde bei den Aufnahmen zu „Memories In Melodies“ auf zusätzliche Musiker verzichtet und größtenteils live eingespielt. Spielman singt auf vier der insgesamt zehn Songs, die ansonsten instrumental ihre Wirkung entfalten und Hommelsheims Nähe zur Filmmusik und seinen Klavier spielenden Vorbildern Chick Corea, George Duke, Dave Grusin und Jeff Lorber erlebbar machen.

 

Samstag, 18. August 2018, 20.00 Uhr

20 Jahre Ergotherapie Ruppert
mit Triologic & 2 in joy

Das wird gefeiert! Seit 20 Jahren ist die Ergotherapie Ruppert aktiv in Bad Marienberg und Umgebung. Zu diesem Anlass spielen „Triologic“ und „2 in joy“ in der Praxis und bilden den Rahmen rund um die Feierlichkeiten.

 

 

das übernächste Konzert bei Jazz we can …

Samstag, 19. Mai 2018, 20.00 Uhr

SONiA (Bob Dylans Cousine)
begeistert mit amerikanischem Folk