Hallo Liebe „Jazz we can“-Freunde,

die Konzertreihe läuft munter weiter. Wir freuen uns sehr, Musikfreunde von nah und fern begrüßen zu können. Wir haben noch einige fantastische Konzerte in diesem Jahr auf dem Plan.

Neu:

Bei unseren Konzerten gilt ab sofort die 2G-Regel. Das heißt, dass wir den Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränken. Den Gästen, die lediglich einen Corona-Test vorweisen, können wir damit leider keinen Einlass mehr gewähren. Wir bitten um Verständnis dafür. Diese Maßnahme bietet unseren Besuchern mehr Sicherheit. Mit einer Corona-Schutzimpfung haben alle eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen milden Krankheitsverlauf. Wir freuen uns, wenn möglichst viele sich mit einer Corona-Impfung schützen lassen und dadurch zum verbesserten Schutz für die Allgemeinheit beitragen.

 

 

 

>>> Freitag, 12. November 2021, 20.00 Uhr

Jahresabschlusskonzert:Henning Sieverts Symmethree: Triple B

Der gefeierte Bassist, Cellist und Komponist Henning Sieverts schickt sein langjähriges Trio „Symmethree“ auf eine neue Reise durch symmetrische Landschaften. Gemeinsam mit den beiden internationalen Jazz-Stars Nils Wogram (Posaune) und Ronny Graupe (7saitige Gitarre) verbeugt sich „Henning Sieverts Symmethree“ auf seiner dritten CD-Produktion „Triple B“ vor der zeitlosen Kunst Johann Sebastian Bachs.

Bach begleitet Sieverts seit früher Kindheit, in Kirchenkonzerten, Kantaten und Passionen, vor allem aber in den Suiten für Violoncello Solo. Henning Sieverts ist natürlich nicht der erste Jazzmusiker, der sich mit Bach beschäftigt, aber er geht einen neuen, sehr persönlichen Weg. Während z. B. Jacques Loussier mit „Play Bach“ die barocken Originalwerke mit einem swingenden Beat verjazzte, lässt Sieverts in erster Linie Bach´s Namen erklingen, also das viertönige „B-A-C-H“-Motiv - in allen möglichen Gestaltungsformen: mal als Melodie, mal als Bass-Linie oder Akkordfarbe. Dieses B-A-C-H-Motiv kann man innerhalb der Oktave zweimal transponieren: zu den Tönen D-Cis-E-Es oder Ges-F-As-G. Aus diesen drei Vierton-Motiven entstehen spannende Zwölf-Ton-Reihen: TRIPLE B(ach) eben!

Gleichzeitig erinnert „Triple B“ auf ironische Weise an die Sprache der Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Staaten bewerten. Während ja „Triple A“ die Bestnote darstellt, bedeutet „Triple B“ bereits Ramsch-Niveau ... Über B-A-C-H hinaus verbeugt sich Henning Sieverts vor einigen Bachschen Meisterwerken (z.B. die „Sarabande“ aus der fünften Cello-Suite in c Moll). Generell hat Sieverts versucht, die „Stimmung“ von Bach´s Musik in seine eigene zu überführen – die Klarheit, den Schwung, die Strukturiertheit, aber auch die Strenge – und hinter allem leuchtet pure Schönheit hervor!

Henning Sieverts gehört mit über 130 CD-Veröffentlichungen und Konzerten in aller Welt zu den gefragtesten Tieftönern. Er gewann u.a. den ECHO Jazz, den 1.Preis“ der „International Society of Bassists“ und – zweimal - den „Neuen Deutschen Jazzpreis“.
Nils Wogram zählt zu den weltbesten Posaunisten und ist – wie Sieverts – vielfach preisgekrönt, u.a. ECHO Jazz und Albert-Mangelsdorff-Preis.
Ronny Graupes meisterhaft-unkonventionelles Gitarrenspiel wird von so unterschiedlichen Musikern geschätzt wie Wanja Slavin, Christian Lillinger oder Rolf Kühn.

Die ungewöhnliche Instrumentierung von „Symmethree“ mit Posaune, Gitarre und Bass/Cello erlaubt reizvolle, klangliche Verschmelzungen und ständig wechselnde Aufgabenverteilungen: Jeder spielt mal Melodie, mal Bass-Funktion – ein basisdemokratisches Musizieren also, wie Henning Sieverts betont: „Wir spielen seit 2011 in diesem Trio und hatten viel Zeit zusammen zu wachsen und zusammenzuwachsen. Jedes Konzert ist ein lustvolles Abenteuer, bei dem wir nicht nur die Zuhörer überraschen, sondern auch uns selbst!“

 

 

 

 

 

Podcast von Rüdiger Ruppert mit Joscho Stephan

 

 

 

 

Hans Ruppert spielt selbst Gitarre und präsentiert hier seine Musik.