Hallo Liebe „Jazz we can“-Freunde,

die Konzertreihe läuft munter weiter. Wir freuen uns sehr, Musikfreunde von nah und fern begrüßen zu können. Wir haben noch einige fantastische Konzerte in diesem Jahr auf dem Plan.

Neu:

Bei unseren Konzerten gilt ab sofort die 2G-Regel. Das heißt, dass wir den Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränken. Den Gästen, die lediglich einen Corona-Test vorweisen, können wir damit leider keinen Einlass mehr gewähren. Wir bitten um Verständnis dafür. Diese Maßnahme bietet unseren Besuchern mehr Sicherheit. Mit einer Corona-Schutzimpfung haben alle eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen milden Krankheitsverlauf. Wir freuen uns, wenn möglichst viele sich mit einer Corona-Impfung schützen lassen und dadurch zum verbesserten Schutz für die Allgemeinheit beitragen.

 

 

>>> Samstag, 16. Oktober 2021, 20:00 Uhr

Joscho Stephan und Peter Autschbach

Foto: Irina Mirja

„Die unterschiedlichen Gitarren Peter Autschbachs von der Gittler über eine Striebel-Bariton und sein Arbeitstier (Striebel-Nylonstring-Cutaway), dazu Joscho Stephans Volkert bis hin zur sagenhaften Gibson L5, der Joscho Stephans Gypsy-Touch ganz besonders flüssig-cremige Sounds entlockt, verwöhnen die Ohren, während der lockere Rapport zwischen den Musikern und ihr souverän-unterhaltsames Auftreten den Zuschauer augenblicklich für die beiden Gitarristen einnehmen. Frei und locker kommt Peter Autschbachs überraschender Gesang auf ‚Centerpiece‘, das er mit launig-exakten Akkorden auf der Steelstring-Gitarre von Peter Finger begleitet, während Joscho Stephan dazu auf seiner Volkert soliert. Man sieht und hört von beiden Gitarristen beeindruckende Flexibilität zwischen Zupfen, Hybrid-Picking, rasanten Single-String-Improvisationen und teils fast barocken Kontrapunkt-Passagen. Wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommen die beiden mit noch etwas Besserem daher. Um das Ganze verbal auf den Punkt zu bringen: Der Titel des gemeinsamen Albums ‚Sundowner’ nämlich fängt im Titel eigentlich alles ein, denn dieses Duo bietet einen tollen Cocktail an Können, Spielfreude und Geschmack – mit dieser Musik kann man den Tag in Schönheit ausklingen lassen.“ (Michael Lohr)

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Joscho Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Dabei gelingt es ihm wie keinem anderen, die legendäre Musik des Gypsy Swings neu zu interpretieren ohne seine künstlerischen Wurzeln zu verleugnen. In seiner jungen Karriere hat er sich nach fünf CDs und einer DVD mit fantasievollen Gypsy-Swing-Versionen und Interpretationen in die internationale Spitze des Gypsy Swing gespielt. Dabei zeigt sich der Virtuose auf seiner Maccaferri-Gitarre als origineller Interpret und phantastischer Solist, der mit explosiver Dynamik, feinsten Nuancen und überraschenden Phrasierungen seinen Ruf als origineller Neuerer des Genres festigt. In der Presse wird der junge Musiker immer wieder begeistert gefeiert. Sein Debüt „Swinging Strings“ wurde vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“ feiert Joscho Stephan als Gitarristen für die Zukunft der Gypsy Jazzgitarre. Denn Joscho Stephan versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen.

Peter Autschbach hat sich mit eigenen Kompositionen einen hervorragenden Ruf erspielt – nachzuhören auf 13 CDs, die von Kritik und Publikum sehr gelobt werden. Der Bestseller-Lehrbuchautor und beliebte Workshop-Dozent hat als Rockgitarrist angefangen, wechselte allerdings bald zum Jazz. Er war privater Schüler der Gitarrenlegende Joe Pass. Nach einem Jazz-Studium an der Musikhochschule in Köln gab Peter als Solist weltweit Konzerte, u. a. in Städten wie Kairo, Singapur, Tokio und in New York. Er veröffentlicht regelmäßig eigene Stücke in den Zeitschriften Akustik-Gitarre und Acoustic Player. 2010 startete er ein Duo mit dem Gitarristen Ralf Illenberger, es entstanden die gemeinsamen CDs „No Boundaries“, „One Mind“ und „Zero Gravity“. Ebenfalls seit 2010 spielt Peter im Duo mit der Sängerin Samira Saygili, die gemeinsame CD „Sweeter Than Honey“ erschien 2018. Autschbachs aktuelles, in Osaka, Japan, erschienenes Studioalbum heißt „Begin at the End“.

 

 

>>> Freitag, 29. Oktober 2021, 20:00 Uhr

B3 – Rockiger als Jazz, jazziger als Rock

Foto: Erik Schütz

Mit neuen Stücken und in Triobesetzung sind B3 zurück. Ausgetüftelte Arrangements, starke Melodien, jede Menge Groove und Spielfreude warten auf Fans von Fusion-Bands wie Steely Dan und Weather Report.

B3-Mastermind ist Keyboarder, Komponist und Musikproduzent Andreas Hommelsheim. Er spielte u.a. mit Alphonse Mouzon, John Lee und Gerry Brown, teilte die Bühne mit Kool & the Gang und arbeitete mit Stars wie Nena, Nina Hagen, Jan Delay, Smudo, Max Raabe, Ofrah Haza, Ute Lemper und Jennifer Rush. Als Musical Director der deutschen Fassung unzähliger berühmter Filmproduktionen arbeitete er unter anderen mit Andrew Lloyd Webber und Hans Zimmer zusammen. Für „Der König der Löwen“ erhielt er als Produzent des deutschen Original-Soundtracks die Goldene Schallplatte.

Gitarrist und Sänger der Band ist Ron Spielman, dessen markantes und virtuoses Spiel zwischen Blues, Rock, Jazz und Funk bei Fachpresse und Fans schon längst Kultstatus genießt. Spielman spielte bereits mit Tommy Emmanuel, Beth Hart, Bootsy Collins, der Chick Corea Electric Band, der Climax Blues Band sowie Johnny Guitar Watson und war Tour-Gitarrist von Andreas Kümmert, Flo Mega, Ivy Quainoo und vielen mehr.

Schlagzeuger Lutz Halfter studierte u. a. am Berklee College in Boston, arbeitete für zahlreiche Berliner Orchester und Theater und trommelte u. a. für Jocelyn B. Smith und Precious Wilson. Mit Hommelsheim teilt er bereits seit den 1970er Jahren die Bühne.

Einige Pressestimmen zu B3: „Akzentuierter Rock, Funk und etwas Blues – super gut!“ (Concerto) – „Ein gelungenes Live-Erlebnis“ (GoodTimes) – „Ein schönes Album voller jazziger Emotionen“ (Jazz Podium) – „Ins Bein gehende Fusion-Grooves, scharfe Gitarrensoli und muskulöse Drums“ (Jazz thing)

B3 sind:
Ron Spielman – Gitarre, Gesang
Andreas Hommelsheim – Hammond B3, Keyboards
Lutz Halfter – Drums

 

 

>>> Freitag, 12. November 2021, 20.00 Uhr

Henning Sieverts Symmethree: Triple B

Der gefeierte Bassist, Cellist und Komponist Henning Sieverts schickt sein langjähriges Trio „Symmethree“ auf eine neue Reise durch symmetrische Landschaften. Gemeinsam mit den beiden internationalen Jazz-Stars Nils Wogram (Posaune) und Ronny Graupe (7saitige Gitarre) verbeugt sich „Henning Sieverts Symmethree“ auf seiner dritten CD-Produktion „Triple B“ vor der zeitlosen Kunst Johann Sebastian Bachs.

Bach begleitet Sieverts seit früher Kindheit, in Kirchenkonzerten, Kantaten und Passionen, vor allem aber in den Suiten für Violoncello Solo. Henning Sieverts ist natürlich nicht der erste Jazzmusiker, der sich mit Bach beschäftigt, aber er geht einen neuen, sehr persönlichen Weg. Während z. B. Jacques Loussier mit „Play Bach“ die barocken Originalwerke
mit einem swingenden Beat verjazzte, lässt Sieverts in erster Linie Bach´s Namen erklingen, also das viertönige „B-A-C-H“-Motiv - in allen möglichen Gestaltungsformen: mal als Melodie, mal als Bass-Linie oder Akkordfarbe. Dieses B-A-C-H-Motiv kann man innerhalb der Oktave zweimal transponieren: zu den Tönen D-Cis-E-Es oder Ges-F-As-G. Aus diesen drei Vierton-Motiven entstehen spannende Zwölf-Ton-Reihen: TRIPLE B(ach) eben!

Gleichzeitig erinnert „Triple B“ auf ironische Weise an die Sprache der Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Staaten bewerten. Während ja „Triple A“ die Bestnote darstellt, bedeutet „Triple B“ bereits Ramsch-Niveau ... Über B-A-C-H hinaus verbeugt sich Henning Sieverts vor einigen Bachschen Meisterwerken (z.B. die „Sarabande“ aus der fünften Cello-Suite in c Moll). Generell hat Sieverts versucht, die „Stimmung“ von Bach´s Musik in seine eigene zu überführen – die Klarheit, den Schwung, die Strukturiertheit, aber auch die Strenge – und hinter allem leuchtet pure Schönheit hervor!

Henning Sieverts gehört mit über 130 CD-Veröffentlichungen und Konzerten in aller Welt zu den gefragtesten Tieftönern. Er gewann u.a. den ECHO Jazz, den 1.Preis“ der „International Society of Bassists“ und – zweimal - den „Neuen Deutschen Jazzpreis“.
Nils Wogram zählt zu den weltbesten Posaunisten und ist – wie Sieverts – vielfach preisgekrönt, u.a. ECHO Jazz und Albert-Mangelsdorff-Preis.
Ronny Graupes meisterhaft-unkonventionelles Gitarrenspiel wird von so unterschiedlichen Musikern geschätzt wie Wanja Slavin, Christian Lillinger oder Rolf Kühn.

Die ungewöhnliche Instrumentierung von „Symmethree“ mit Posaune, Gitarre und Bass/Cello erlaubt reizvolle, klangliche Verschmelzungen und ständig wechselnde Aufgabenverteilungen: Jeder spielt mal Melodie, mal Bass-Funktion – ein basisdemokratisches Musizieren also, wie Henning Sieverts betont: „Wir spielen seit 2011 in diesem Trio und hatten viel Zeit zusammen zu wachsen und zusammenzuwachsen. Jedes Konzert ist ein lustvolles Abenteuer, bei dem wir nicht nur die Zuhörer überraschen, sondern auch uns selbst!“

 

 

 

 

 

Podcast von Rüdiger Ruppert mit Joscho Stephan

Passend zum Konzert von Joscho Stephan und Peter Autschbach gibt es einen Podcast von Rüdiger Ruppert mit Joscho Stephan.

 

 

ACHTUNG! ausgefallenes Konzert von B3 wird am Fr., 29. Oktober in der Praxis nachgeholt

>>> Freitag, 29. Oktober 2021, 20:00 Uhr

B3 – Rockiger als Jazz, jazziger als Rock
Ron Spielman – Gitarre, Gesang
Andreas Hommelsheim – Hammond B3, Keyboards
Lutz Halfter – Drums

 

 

Hans Ruppert spielt selbst Gitarre und präsentiert hier seine Musik.