Hallo liebe „Jazz we can“-Freunde,

Das Jahr 2024 startete in guter Tradition mit Joscho Stephan, der mit seinem Trio die Konzertreihe in 2024 eröffnete und das Publikum zu stehenden Ovationen hinriss. Am Samstag, den 17. Februar waren Frank Haunschild und Matthias Strucken mit lyrischen Melodien, vielschichtigen Harmonien und facettenreichen Klangfarben zu Gast. Am Samstag, den 16. März spielte das Michelle Walker Quartett meditativ souligen Jazz. Am Samstag, den 27. April war Hotel Bossa Nova – mit dem mehrfach bereits zu Gast gewesenen Gitarrist Tilmann Höhn – im Westerwald. Am Samstag, den 18. Mai 2024 spielten VickiKristinaBarcelona (zum zweiten Mal in Bad Marienberg zu Gast) die beeindruckenden Songs von Tom Waits in ihren Versionen und begeisterten das Publikum erneut. Am 6. Juli geht es weiter mit FAVO, einem Trio mit Saxofon, Klarinette und Stimme. Wir freuen uns auf melodische, filigrane und tiefgehende Musik.

Im Sommer findet wieder das „Jazztival“ im Stöffel-Park in Enspel statt. Dort treten am Samstag, den 10. August zuerst ab 19.00 Uhr Duo Voltige mit elegantem Jazz und rockigen Sounds auf. Vielen dürfte noch die Saxophonistin Kerstin Haberecht in guter Erinnerung sein, die bereits mit Haberecht 4 bei „Jazz we can“ zu Gast war. Sie spielt zusammen mit Lukas Roos – ein Auftakt nach Maß für das Festival. Ab 21.00 Uhr swingen und jazzen das Gismo Graf Trio & Cheyenne frischen Gypsy-Jazz im Stil von Django Reinhardt. Der Abend wird beschwingt ausklingen, und falls das Wetter wider erwartend nicht stimmen sollte, wird das „Jazztival“ in den Räumlichkeiten des Stöffel-Park stattfinden. Der Eintritt beträgt 25 EUR. Schüler, Studenten und Behinderte können für 20 EUR dabei sein, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Vorverkaufsstellen sind die Praxis für Ergotherapie Hans Ruppert in Bad Marienberg, Telefon: 02661 939606 und der Stöffel-Park in Enspel, Telefon: 02661 9809800. Wir freuen uns auf viele neue und auch bereits vertraute Gesichter, die bei den Konzerten dabei sein werden. Alle weiteren Informationen dazu bekommen Sie in der Vorankündigung auf dieser Webseite immer aktuell und wenn Sie unseren „Jazz we can“-Newsletter abonnieren. Für weitere Fragen rufen Sie bitte an unter der Telefonnummer 02661 939606 oder schreiben Sie eine E-Mail an info@ergotherapie-ruppert.de

 

 

 

>>> Samstag 6. Juli 2024, 20.00 Uhr

FAVO – Saxofon, Klarinette und Stimme: melodisch, filigran und tiefgehend

Schon die Instrumentierung des deutsch-belgischen Trios Favo 3 lässt Besonderes erahnen. Eine Bass-Klarinette anstelle von E-Bass und Schlagzeug – Saxofone anstelle von Gitarren oder Tasten – und dazu die Stimme von Sander De Winne.

Musik ist Poesie, die mal schlicht, mal durchdacht, aber zumeist von Liebe und Hingabe geprägt ist. Sie wird von Menschen für Menschen erdacht, komponiert und aufgeführt, um im besten Falle daran zu erinnern, wer wir sind. Dafür muss sie keineswegs phonstark um die Häuser ziehen. Oft sind es gerade die feinjustierten, leisen Töne, denen nachhaltige Wirkung innewohnt. Favo 3, ein Trio, das bereits dreimal auf Albumlänge mit reduzierten Mitteln durch die Freiheit des Jazz und die vitalisierenden rhythmischen und harmonischen Besonderheiten aus vielen Ecken der Welt lustwandelte, definiert die Essenz des empathischen Musikmoments auf seinem vierten Album neu.

Der allgegenwärtigen Perspektivlosigkeit, dem vielen gesellschaftlichen Hauen und Stechen, das unsere Zeit prägt, stellt Favo 3 mit „The Journey Home“ ein konstruktives Wir-Gefühl gegenüber. Soul im klassischen 60’s-Wortsinn, so aktuell und relevant wie damals, als er für Gleichberechtigung und gegen Rassismus stand, prägt die 14 Stücke der neuen Favo 3-Studioeinspielung. Eingespielt mit Instrumenten, die wie Verstärker der drei Musikerseelen klingen, streichelt und umarmt das Sujet der Platte unmittelbar. Die Musik geht in die Tiefe, dringt melodisch und metrisch in jene Körperregionen vor, die emotional besonders empfänglich sind fürs Filigrane.

Zweifellos am Momentaufnahmen-Charakter der Freien Musik geschult, die auch in „The Journey Home“ vorkommt, stellen Favo 3 Harmonien-Offenheit vor abgeklärt-kalkuliertes Hantieren. Als tragende Instrumente finden Saxofon, Klarinette und Stimme einmal mehr zu gleichsam Chamber Soul mit höchst expressiven Dialogen zusammen. Da sind die allumgreifend schönen, melodischen Momente, in denen das Trio das Große im Kleinen findet, und damit Bacharach auf der Fährte ist. „Lovely is s/he“, das „The Journey Home“-Eröffnungsstück, birgt viele solcher Momente, mitsamt Stevie-Wonder-Huldigung am Ende.

Harmonien-Brüche schaffen zusammen mit Arrangement-Krönchen Panoramen, die vor lauter kleinen Details äußerst lebendig pulsieren. Der Erfahrungsschatz, aus dem der Saxofonist Volker Holly Schlott und der Klarinettist Falk Breitkreuz schöpfen, entstand in nunmehr beinahe anderthalb Jahrzehnten Zusammenarbeit. 2009 fanden sie während des Soundchecks einer anderen Band erstmals zusammen. Breitkreuz spielte auf seiner Bass-Klarinette Bass-Lines und Orchestrierungen gleichzeitig, womit Schlott eine wunderbare Grundierung für Soli oder Melodien gegeben war. Das damals entstandene Einstandsalbum trug dann auch den beinahe selbsterklärenden Titel „favo-Riten“.

Auch live ging es gut los in ausgewählten Spielstätten wie dem Eremitage Theater in St. Petersburg, ein Konzert das im Anschluss einer Ost-Afrika-Tour unter der Schirmherrschaft des Goethe Instituts stattfand. Diese Afrika-Tour bedingte endgültig einen Paradigmenwechsel in der Musikauffassung Schlotts. Er wollte raus aus dem Jazz-Milieu, raus aus den verrauchten, engen Kellern hin zu Menschen, die Musik in erster Linie fühlen. Als dann die Produktion des zweiten Albums anstand, tat sich wegen der zunehmend songbasierten Orientierung die Lücke für einen Sänger auf. Sander De Winne aus der belgischen Stadt Gent komplettierte schließlich mit seinem Stimmen-Instrument das bis heute bestehende Favo 3-Line-Up.

Wenn man es so betrachten möchte, ist Favo 3 quasi en passant auch ein europäisches Manifest. Zieht man eine Linie zwischen Berlin, dem Wohnort von Schlott und Breitkreuz, und Gent, ergibt sich eine Ost-West-Achse, ein Dreisprachengemisch, das der Musik eine besondere Würze verleiht. Darin treffen Klagelied aufs Schelmische der Klarinette, während Tröstendes auf Humor trifft. So hat „I Don’t Want To Live On The Moon“ von Jeff Moss etwas tragisch Schönes, das unzähligen Jungs und Mädels in der eigenwilligen Version von Ernie aus der Sesamstrasse Tränen der Rührung in die Augen trieb. Die Wärme in den Arrangements solcher Lieder, sagt Volker Holly Schlott, darf gerne vom Wahnsinn ablenken, der uns aktuell umgibt.

Gebrauchsanweisungen, die schlimmstenfalls vorgeben, was beim Genuss von „The Journey Home“ zu fühlen ist, verteilen Favo 3 selbstverständlich nicht. Das von Keith Jarrett stammende Titelstück würde augenblicklich die Rolle rückwärts machen, appelliert es doch wie praktisch alles auf „The Journey Home“ an die Imagination seiner Zuhörer:Innen. Wer Folkweisen darin wahrnimmt, liegt keineswegs falsch. Wer das Zärtliche aufspürt, befindet sich möglicherweise bereits auf dem Weg zu sich selbst. Und wer sich dabei als jener bunte Vogel empfindet, der auf der Album-Hülle der Eindeutigkeit trotzt, ist bereits mitten im Favo 3-Kosmos, in dem es wenige bis keine Ausschlussverfahren gibt. (Text: Cinaire)

Falk Breitkreuz (D) – Bass clarinet, Alto clarinet, Mbira
Volker Holly Schlotz (D) – Soprano saxophone, C-Melody-Sax, Cajon
Sander De Winne (B) – Vocals, Beatbox

 

 

 

>>> Samstag 10. August 2024: erstes Konzert ab 19.00 Uhr (Duo Voltige), zweites Konzert ab 21.00 Uhr (Gismo Graf Trio & Cheyenne).

„Jazztival im Stöffel“ (Open Air Festival im Stöffel-Park Enspel)

Der Eintritt beträgt 25 EUR. Schüler, Studenten und Behinderte können für 20 EUR dabei sein, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Vorverkaufsstellen sind die Praxis für Ergotherapie Hans Ruppert in Bad Marienberg, Telefon: 02661 939606 und der Stöffel-Park in Enspel, Telefon: 02661 9809800. Falls das Wetter wider erwartend nicht stimmen sollte, wird das „Jazztival“ in den Räumlichkeiten des Stöffel-Park stattfinden.

 

Duo Voltige – eleganter Jazz und rockige Sounds (ab 19.00 Uhr)

Foto: bySaraRojo

Die Kunst des Duos hat nicht zuletzt im Jazz eine lange Geschichte. Der musikalische Dialog zweier Musikschaffender verheißt gegenseitige Aufmerksamkeit und spielerisches Einverständnis, viele Nuancen und hohe Intensität. Von all dem bieten Kerstin Haberecht und Lukas Roos eine Menge. Auf ihrem ersten gemeinsamen Album „Maiden Flight“ begeistern die beiden mit melodischen und zurückhaltend abstrahierten Passagen, atmosphärischer Tiefe und Leichtigkeit, rhythmischer Raffinesse und feinsinnigen Interaktionen. Am meisten überrascht jedoch ihre Klangvielfalt. Zum einen die ihrer Instrumente, also Haberechts überwiegend warm timbriertem, eloquentem Alt-Saxophon und Roos’ variabler E-Gitarre, die zwischen eleganten bis fließenden Jazz-Spielweisen und modernen, auch mal rockigen Sounds changiert. Die ungewöhnliche Klangsprache des Duos Voltige basiert zudem auf einem ausgefuchsten Einsatz von zwei Loop-Stations. Deren pointierte, teils vorproduzierte, teils live eingespielte Phrasen, Motive, Muster und Formen bereichern und verdichten die atmosphärische Musik.

„Nie sind Elektronik oder Virtuosität Selbstzweck, [...] sie dienen stets einer musikalischen Idee“, konstatierte die Badische Zeitung nach einem Konzert im Oktober 2023 und resümierte, „dass Jazz durchaus jung, frisch und unakademisch daherkommen kann.“ Gekonnt verbindet das Duo Voltige Geschichtsbewusstsein mit einer zeitgemäßen Haltung. Recht eingängige Melodien bieten immer wieder Anknüpfungspunkte für ein weit gefächertes Publikum, manche Grooves, ungerade Metren und überraschende Taktwechsel lassen unwillkürlich mitwippen oder aufmerken. Die von Haberecht und Roos komponierten und arrangierten Stücke vertonen Erinnerungen an idyllische Momente am Pariser Seine-Ufer und an bunte Kleinstadt-Stimmungen, ein tiefliegendes Gefühl der Dankbarkeit, aber auch ambivalente Emotionen zwischen Frei-Zeit und Gefangensein während der Corona- Lockdowns. Aus dem fokussierten Zusammenspiel resultiert eine bemerkenswerte Intimität.

So können die Stücke einen lockenden, dem Publikum zugewandten Charakter entwickeln, der – wie bereits in der FAZ über Haberecht zu lesen war – an die Hand nimmt, um durch Variationen auch mal in unerwartete Umgebungen zu führen. Kennengelernt haben sich Kerstin Haberecht und Lukas Roos während des Studiums an der Hochschule in Mainz. Seitdem arbeiteten sie, teils gemeinsam, in verschiedenen Formationen, etwa mit der HR-Bigband, Will Winson, Lionel Loueke, Frederik Köster, Bert Joris, Paul Heller, SH4iKH 9, Jan Felix May & Band und traten beim Rheingau Musik Festival, Jazzwoche Burghausen, Jazz Rally Düsseldorf, dem Open Ohr Festival, im Stadtgarten Köln, Worms Jazz & Joy u.v.m. auf. 2016 veröffentlichte Kerstin Haberecht das Debüt-Album ihres Quartetts Haberecht 4, Essence, das in den einschlägigen Magazinen (Jazz Thing, Jazzthetik u.a.) gelobt wurde. Und sogar in der Jerusalem Post: „Haberecht [...] is evidently fully conversant with the roots and confident enough to take them with her on her own journey. Essence is a fine debut.“

Das Duo Voltige besteht seit rund fünf Jahren. Nach und nach (unter anderem während der pandemischen Zwangspausen) haben Haberecht und Roos eigene Kompositionen geschrieben und die jetzige Form mit den zwei synchronisierten Loop-Stationen entwickelt. Sie geben Roos Möglichkeiten, die ansonsten drohende Rolle als reiner Begleiter der Saxophonistin zu verlassen. Und sie offerieren Chancen, Hörgewohnheiten eines weniger
Jazz-affinen Publikums zu treffen. Etwa wenn Haberecht auf dem Saxophon listig Streicher nachahmt. Die gewitzte Vielfalt des Studioalbums Maiden Flight lässt sich also auch live performen. Gefühlvolle Kompositionen, eindrückliche Arrangements und das souveräne Spiel von Haberecht und Roos verleihen dem Duo Voltige seine individuell einnehmende Ausdruckskraft. (Maiden Flight – Unit Records 2024)

Kerstin Haberecht: Saxophon, Loop-Station
Lukas Roos: Gitarre, Loop-Station

 

 

Gismo Graf Trio & Cheyenne – frischer Gypsy-Jazz (ab 21.00 Uhr)

Foto: Tom Maurer

Zehn Jahre ist es nun her, seitdem Joschi Graf zusammen mit seinem Sohn Gismo Graf und dem Kontrabassisten Joel Locher auf die zündende Idee kam, ein neues Trio zu gründen. Es war eine Band, in der das vielversprechende Talent des jungen Gitarrenvirtuosen Gismo Graf im Vordergrund stand.

Dass aus dieser kleinen, aber feinen Besetzung jedoch in kürzester Zeit eine der weltweit führenden und frischesten Gypsy-Jazz-Formationen überhaupt werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt wohl den wenigsten bewusst. Die pfiffige Idee dahinter: Die Musik des legendären Jazz-Gitarristen Django Reinhardt – nämlich den Swing und Jazz der 1930er und 1940er Jahre, in ein zeitgenössisches Gewand zu hüllen und frisch verpackt mit einigen modernen Einflüssen in das 21. Jahrhundert zu transportieren – kam bei den Zuhörern sowie der Presse ausgezeichnet an und somit ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Zahlreiche Konzerte in ganz Europa, Amerika und Asien folgten. In diesem Jahr feiert das Gismo Graf Trio sein 10-jähriges Jubiläum. Grund genug, diese Zeit Revue passieren zu lassen.

Mit dem Album „A Trio’s Decade“ – bereits das fünfte der Band – wird dieses Jubiläum nicht nur gefeiert, es präsentiert auch den eigenen, modernen Stil, den Graf in dieser Zeit entwickelt hat, und wirft ein Schlaglicht auf das, was noch alles kommen könnte. Denn der noch erst 27jährige Stuttgarter hat sich längst vom klassischen Hot-Jazz-Kanon emanzipiert und geht seinen ganz eigenen zeitgemäßen Weg. Gismos drei Jahre jüngere Schwester Cheyenne begleitet das Trio wieder einmal und sorgt mit ihrer schönen und einprägsamen Stimme für eine weitere Klangfarbe in dieser Formation.

Seit Beginn an unverändert spielt Joschi Graf die Rhythmus-Gitarre und Joel Locher den Kontrabass. Die langjährige Erfahrung und das Zusammenspiel der beiden ist sowohl auf den Aufnahmen, als auch live auf der Bühne deutlich hör- und spürbar. Neben Titeln von Django Reinhardt ist es der besondere Mix aus Pop-, Klassik- und Eigenkompositionen, der den unverkennbaren Sound des Trios ausmacht. Man darf sich zum Glück sicher sein, dass das Trio mir seinem eigenen verjüngten Gypsy Swing noch lange nicht Schluss macht und der ersten Dekade weitere aufregende und ergiebige folgen lässt.

Gismo Graf – solo guitar
Joschi Graf – rhythm guitar
Joel Locher – double bass
Guest: Cheyenne Graf – vocals

 

 

 

>>> Samstag 12. Oktober 2024, 20.00 Uhr

Ron Spielman Trio

Ein Dutzend Alben hat er bereits unter eigenem Namen veröffentlicht, stets begleitet von schwärmerischen Kritiken der Fachpresse. Ehrfurchtsvoll raunen Musikerkollegen seinen Namen, loben seine Qualitäten als Songwriter und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten an der Gitarre. Ron Spielman bereist seit 20 Jahren die Musikwelt. Als Entdecker entlang der Grenzen von Rock, Pop, Blues, Jazz und Folk bleibt er bei aller Ohrwurm-Melodik kantig, immer auf dem schmalen Grat zwischen Zugänglichkeit und Tiefe wandelnd. Nach seinem hochgelobten Instrumentalalbum „Tip of My Tongue“ (2018) präsentierte der Deutsch-Amerikaner und Wahl-Berliner mit „The Rehearsal Sessions“ (2019) und „In A Nutshell – Live at Studio Wong“ (2021) zwei Live-EPs, die ihn und seine Band in Bestform zeigen und eindrucksvoll belegen, was für eine unglaubliche Energie Spielman entfalten kann. Dazu der Trademark-Sound seines Gitarrenspiels, den seine Fans so lieben!

"Wir improvisieren viel. Das macht die Band aus. Manchmal spielen wir uns so in Rage, dass ich mir selbst vorkomme wie ein Zuhörer, der nur noch lauschen will. Für mich gibt es keinen erstrebenswerteren Zustand." (Ron Spielman im Interview mit laut.de). „Musik für erwachsene Rock-Gourmets“, schrieb der Focus einmal und trifft es damit auf den Punkt: Konzerte von Ron Spielman sind etwas für Genießer. Ron Spielman spielte bereits mit Tommy Emmanuel, Beth Hart, Bootsy Collins, der Chick Corea Electric Band, der Climax Blues Band sowie Johnny Guitar Watson und war Tour-Gitarrist von Andreas Kümmert, Flo Mega, Ivy Quainoo und vielen mehr.

Pressestimmen: „Gitarrenmusik des Monats. Das ist Feeling!“ (Gitarre & Bass) – „Stark.“ (Schall Magazin) – „Ein wahrer Ohrenschmaus“ (Guitar) – „Zauberhaft geschmeidig!“ (Concerto) – „Geht sofort ins Ohr.“ (Eclipsed) – „Eine wahrhaft furiose Griffbrett-Fahrt. Klasse!“ (Rocktimes.de)

Ron Spielman (vocals & guitar)
René Flächsenhaar (bass & keys) - u. a. Nena, Tim Bendzko, Udo Lindenberg, Maite Kelly, Heavytones
Julian Külpmann (drums) - u. a. Andreas Kümmert, Nils Wogram

 

 

>>> Freitag 1. November 2024, 20.00 Uhr

Marcus Schinkel Play Bach Reloaded

Marcus Schinkel bewegt sich als Crossover-Pianist, Komponist und Arrangeur seit vielen Jahren erfolgreich auf internationalen Bühnen zwischen den Genres Klassik, Jazz und Rock. Sein Stil zeichnet sich durch lyrisches Klavierspiel und Synthesizersounds verwoben mit rhythmisch-harmonischen Jazz-Elementen aus. Als Hommage an den 2019 verstorbenen Klassik-Crossover-Pionier Jacques Loussier, der 2024 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, präsentieren Schinkel und sein Trio das neue Programm „Play Bach Reloaded“. Alle Stücke aus Loussiers 1959 erschienenem Erfolgsalbum „Play Bach“ dienen als Vorlage für eigene, zeitgemäße Jazz-Interpretationen: Schinkel verwendet die monumentalen Melodien der Präludien und Fugen aus dem „Wohltemperierten Klavier“ sowie die „Toccata“ von Johann Sebastian Bach, bricht sie auf, erweitert die Einzelteile um eigene Elemente und fügt sie neu zusammen. So werden der Flow von Bach und die mäandernde Harmonik organisch in eine immer noch offene Form gegossen. Mit dem Vorgängerprogramm „Crossover Beethoven“ gab es weltweite Konzerte, die Premiere war 1999 zur Verabschiedung des deutschen Bundestages in Bonn. Ein „... Spagat über Epochen, zwischen Klassik und Moderne, zwischen inspirierender Vorlage und origineller zeitgemäßer Umsetzung (…) agiert unterschwellig mit dem Charme einer Rockband“ (JAZZPODIUM), dabei werden „Einfälle des großen Klassikers mit eigenen Ideen zu einem sinnlichen Hörvergnügen verwoben“ (STERN).

2017 und 2019 folgten Engagements in Honduras mit einem klassischen Jugendorchester und einer Rockband, 2018 war Schinkel in China als Kulturbotschafter des Landes NRW eingeladen, um dort zusammen mit chinesischen Jazzmusikern in der Provinz Szechuan seine Beethoven-Jazzarrangements aufzuführen. 2020 und 2021 folgte Schinkel einer Einladung der deutschen Botschaft mit seinem Trio nach Rom, um dort beim „Casa de Jazz Festival“ zu spielen. 2021und 2022 gab das Trio Konzerte in Rumänien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich. Auch in Bonn ist Schinkel regelmäßiger Gast des Beethovenfests: Am 9. September 2022 fand die Uraufführung der Jazzmesse von Credo In Unum Mundum für 130 Beteiligte statt, eine Rekomposition auf Basis von Beethovens Credo aus der Missa

Solemnis für Chor, Orchester, Jazztrio, klassischen Sologesang und vier Weltmusiksängern und -sängerinnen aus Indien, der Mongolei, Syrien und Israel. Schinkel ist ein Grenzgänger zwischen allen Stilen, der bisher mit unterschiedlichsten Künstlern wie Grammy-

Preisträger und Saxofon-Legende Ernie Watts, Markus Stockhausen, Charlie Mariano, Eric Vloeimans, dem Gypsy-Gitarristenstar Joscho Stephan, der Kabarettistin Nessi Tausendschön bis hin zu den Münchener Symphonikern und dem WDR Funkhausorchester zusammenarbeitete. Die langjährigen Mitmusiker sind Wim de Vries am Schlagzeug (Jazzpoll bester Drummer Benelux), europaweit bekannt durch das Schlagzeugduo Drumbassadors, und der äußerst vielseitige E- und Kontrabassist Fritz Roppel, aktiv in der Klassik, Jazz- und Tangoszene. „Die Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!“ (Thomas Morus)

Marcus Schinkel – piano, synth
Wim de Vries – drums
Fritz Roppel – bass

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Klick auf den Playbutton erklingt die Jazz we can-Hymne, die von Hans Ruppert eingespielt und von Mahmud Uwimana abgemischt wurde.

 

Kinderhörbuch-Publikumspreis des deutschen Buchhandels

Rudyard Kiplings „Das Dschungelbuch“ mit Sprecherlegende Christian Brückner macht den zweiten Platz beim Hörbuch-Publikumspreis des deutschen Buchhandels. Sich die Abenteuer des Wolfsjungen Mogli und seiner Freunde, des klugen Panthers Baghira und des schläfrigen braunen Bären Balu von ihm vorlesen zu lassen, ist auch für große Hörerinnen und Hörer ein Genuss. Für die Deutsche Oper Berlin konzipierten Sebastian Krol und Rüdiger Ruppert ein Erzählkonzert, zu dem Martin Auer die Musik komponierte. Christian Brückner rezitiert den Klassiker, während ein elfköpfiges Jazzorchester den Dschungel musikalisch lebendig werden lässt.

 

Hans Ruppert spielt selbst Gitarre und präsentiert hier seine Musik.